v.l. Bgm. Mag. Stefan Seiwald, Ehrenmitglied Komm.-Rat Carl Hofinger, der neue Obmann DI Armin Rainer BA, Altobmann OSR Franz Trockenbacher.
Der Vereinsvorstand wurde wieder für drei Jahre gewählt, v.l.: OSR Franz Trockenbacher, Roman Jöchl, Mag. Irmgard Silberberger, HR Mag. Helmuth F. Schodl, Günther Pernstich, DI Armin Rainer BA, Komm.-Rat Carl Hofinger, Mag. Peter Fischer, Andrea Schnederle-Wagner, Christine Gschnaller, Franz Frick.
Bei der Vollversammlung am 17. März 2017 wurden mehrere Persönlichkeiten für ihre Verdienste um den Museums- und Kulturverein geehrt.

GENERALVERSAMMLUNG AM 17. MÄRZ 2017


Zum 20-jährigen Jubiläum des Museums- und Kulturvereins fand am 17. März  eine Vollversammlung des Vereines statt. Dabei wurde Dipl.-Ing. Armin Rainer BA zum neuen Obmann gewählt. OSR Franz Trockenbacher hat vor ihm 16 Jahre lang mit viel Umsicht und Verständnis den Verein geleitet und ist nun nicht mehr zur Wahl angetreten.

Der neue Obmann dankte seinem Vorgänger für seine jahrzehntelange Tätigkeit zum Wohle des St. Johanner Museums. Franz Trockenbacher hat sich zunächst als Kulturreferent der Marktgemeinde St. Johann in Tirol und dann als Obmann des Museums- und Kulturvereins für die ständige Weiterentwicklung des Museums eingesetzt - von den bescheidenen Anfängen in einem Raum des Riester'schen Priesterhauses über die Generalsanierung des Gebäudes und die Gründung des Vereins vor 20 Jahren bis hin zur unterirdischen Erweiterung zum Nachbargebäude.

Bei der Vollversammlung wurde Kommerzialrat Carl Hofinger zum Ehrenmitglied des Museums-und Kulturvereins ernannt. Hofinger war maßgeblich für die Gründung und den Aufbau des Museums verantwortlich und hat sich darüber hinaus in vielen Belangen um die Erhaltung von wertvollem Kulturgut in St. Johann in Tirol verdient gemacht. Vor allem zeichnete er für die Kirchenrestaurierung verantwortlich, und auf seine Initiative hin konnte auch das historische Ostergrab restauriert werden, das nun wieder alljährlich in der Karwoche aufgestellt wird. 

Die Chronik der vielfältigen Tätigkeiten des Vereines in den letzten 20 Jahren kann hier als PDF-Datei herunter geladen werden ...->

Anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums wurden das goldene und silberne Verdienszeichen ins Leben gerufen und mehreren verdienten Personen überreicht: Goldenes Verdienstzeichen: Altbürgermeister Josef Grander, Vizebürgermeister HR Dr. Georg Zimmermann, Renate Kammerlander, DI Armin Rainer BA, Günther Pernstich, OSR Hans Wirtenberger, Franz Frick, Josef Stauder, Josef Mettler, OStR Dr. Kurt Jaksch, HR Mag. H. F. Schodl und Komm.-Rat Carl Hofinger. Silbernes Verdienstzeichen: Mag.a Ingrid Tschugg, Mag. Irmgard Silberberger, Andrea Schnederle-Wagner, Elisabeth Silberberger BA, Komm.-Rat Dieter Jöchler, Alois Foidl, Roman Jöchl, Peter Fischer, Elisabeth Rass, Krimhilde Zobler, Anni Zobler, Monika Hielle, Günther Huber.

Jenen Personen, die bei der Vollversammlung nicht anwesend sein konnten, werden die Verdienstzeichen bei nächster Gelgenheit überreicht.

In der Vitrine wird neben zwei Originalexamplaren auch ein vergrößertes Modell des Skorpions vom Kaisergebirge gezeigt.

DIE NEUE ATTRAKTION IM MUSEUM


Zwei Exemplare von Euscorpius germanus werden im Ausstellungsschwerpunkt "felsenreich - Mythos und Erlebnis Kaisergebirge" präsentiert. Dieser Skorpion ist äußerst selten und wohl auch so unbekannt, dass er nicht einmal einen deutschen Namen bekommen hat. Er ist im Kaisergebirge endemisch.

Auf Grund seiner Seltenheit ist Euscorpius germanus streng geschützt, sodass man diese Tiere normalerweise nicht so leicht in einem Museum präsentieren kann. Wir bedanken uns daher herzlich beim Naturhistorischen Museum Wien für die Leihgabe dieses seltenen Präparates mit zwei Exemplaren.

Da die Tiere sehr klein sind, wird in der Vitrine auch ein stark vergrößertes Modell des "Alpenskorpions" präsentiert. Außerdem wird auch auf das Wundermittel "Skorpionöl" hingewiesen, das jahrhundertelang als Heilmittel gegen alle möglichen Krankheiten verwendet wurde.

Für nähere Informationen zu Euscorpius germanus klicken Sie  hier

Durch einen Stereoskopie-Betrachter erscheinen die Doppelfotos im 3D-Effekt

HISTORISCHE STEREOSKOPIE-FOTOS


Seit kurzem präsentieren wir eine besondere Rarität: „Stereoskopie-Fotos“ vom Klettern im Kaisergebirge. Die Aufnahmen wurden in den 1930er Jahren mit einer speziellen Kamera fotografiert, die über zwei Objektive verfügt. Ansehen kann man die Doppelfotos mit einem so genannten „Stereoskopie-Betrachter“, durch den die Bilder im 3D-Effekt erscheinen. Da die Objektive im Augenabstand angebracht sind, fügen sich die beiden Aufnahmen beim Ansehen durch den Betrachter im Gehirn zu einem Bild zusammen, wodurch der dreidimensionale Eindruck entsteht.

Wir danken der Familie Lackner vom Hotel Brückenwirt dafür, dass wir die originalen Glasplatten-Fotos digitalisieren durften und so eine eindrucksvolle Serie von alten Kletterbildern mit 3D-Effekt der Öffentlichkeit zugänglich machen konnten. Zudem handelt es sich bei diesen Aufnahmen auch um fotohistorisch interessante Dokumente.



Mit dem Handy kann man ganz einfach Informationen zu den Exponaten abrufen

AUDIOFÜHRUNG MIT DEM SMARTPHONE


Das Museum St. Johann in Tirol ist mit W-Lan ausgestattet, und an den Wänden wurden bei den einzelnen Ausstellungsthemen QR-Codes angebracht. Die Besucherinnen und Besucher können über diese QR-Codes Audiodateien mit ihrem Smartphone abrufen. Je nach Spracheinstellung des Handys hört man dann Erklärungen in Deutsch oder Englisch. Weitere Sprachen sind für die kommende Museums-Saison vorgesehen.