Joseph Schöpf: Maria und Antonius als Fürsprecher bei Christus. Entwurf für das Kuppelfresko der Antoniuskapelle St. Johann in Tirol
Zum Vergleich: Auschnitt aus dem Kuppelfresko von 1803 mit dem gleichen Motiv

BEDEUTENDES KUNSTWERK ANGEKAUFT


Als einen besonderen Glücksfall kann man den Umstand bezeichnen, dass wir dank der Unterstützung durch Land und Gemeinde ein Gemälde von Joseph Schöpf ersteigern konnten, das einen Entwurf für das Kuppelfresko der St. Johanner Antoniuskapelle zeigt. Dargestellt sind Maria und Antonius als Fürsprecher bei Christus, am unteren Bildrand ist das Dorf St. Johann in Tirol zu erkennen.

Dass dieses Bild nun in unserem Museum ausgestellt ist, stellt eine außerordentliche Bereicherung für die kunsthistorische Sammlung unseres Hauses dar. Immerhin zählte Joseph Schöpf, der letzte große Tiroler Freskenmaler in der Zeit des Übergangs vom Rokoko zum Klassizismus, zu den bedeutendsten Künstlern des Landes. Sein Kuppelfresko in der Antoniuskapelle ist mit der ältesten Panoramadarstellung einer Tiroler Berglandschaft Richtungsweisend für spätere Entwicklungen und von besonderer historischer Bedeutung für St. Johann in Tirol.

Nähere Informationen dazu finden Sie in unserer heimatkundlichen Schriftenreihe Nr. 31 ->


Mit dem Handy kann man ganz einfach Informationen zu den Exponaten abrufen

AUDIOFÜHRUNG MIT DEM SMARTPHONE


In Zeiten von Corona müssen nun viele Museen ihre Audioguides aus hygienischen Gründen ausmustern. Wir setzen schon seit Jahren auf Audioführungen mit dem Handy.

Über unser W-Lan kann man QR-Codes mit dem eigenen Smartphone scannen und so Informationen abrufen. Je nach Spracheinstellung des Handys hört man dann Erklärungen auf Deutsch, Englisch oder Italienisch.

 


In der Vitrine wird neben zwei Originalexamplaren auch ein vergrößertes Modell des Skorpions vom Kaisergebirge gezeigt.

DER SKORPION VOM KAISERGEBIRGE


Zwei Exemplare von Euscorpius germanus werden im Ausstellungsschwerpunkt "felsenreich - Mythos und Erlebnis Kaisergebirge" präsentiert. Dieser Skorpion ist äußerst selten und wohl auch so unbekannt, dass er nicht einmal einen deutschen Namen bekommen hat. Er ist im Kaisergebirge endemisch.

Auf Grund seiner Seltenheit ist Euscorpius germanus streng geschützt, sodass man diese Tiere normalerweise nicht so leicht in einem Museum präsentieren kann. Wir bedanken uns daher herzlich beim Naturhistorischen Museum Wien für die Leihgabe dieses seltenen Präparates mit zwei Exemplaren.

Da die Tiere sehr klein sind, wird in der Vitrine auch ein stark vergrößertes Modell des "Alpenskorpions" präsentiert. Außerdem wird auch auf das Wundermittel "Skorpionöl" hingewiesen, das jahrhundertelang als Heilmittel gegen alle möglichen Krankheiten verwendet wurde.

Für nähere Informationen zu Euscorpius germanus klicken Sie  hier


Der sagenumwobene Grüne Regenwurm in seiner natürlichen Umgebung.

DER GRÜNE REGENWURM IM MUSEUM


Im Rahmen des Ausstellungsschwerpunktes zum Kaisergebirge kann in unserem Museum ein Kuriosum der Tierwelt beobachtet werden - eine Art, die als Relikt eiszeitlicher Prozesse im Kaisergebirge überlebt hat.

Während des Sommers sind immer einige Exemplare des so genannten „Grünen Regenwurms“ (Allolobophora smaragdina) im Wurm-Terrarium des Museums auf "Sommerfrische", und sie fühlen sich bei uns genauso wohl, wie in ihrer gewohnten Umgebung auf abgestorbenen Baumstümpfen.

Da sie sehr lichtscheu sind und man sie daher nicht so leicht in unserem Regenwurm-Terrarium finden kann, zeigen wir daneben den Kurzfilm "Auf der Jagd nach dem Grünen Regenwurm."